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Feuerwehr Wiesenbach - Berichte

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26.06.2010 - Feuer im Schloss Langenzell - Pressebericht Jahreshauptübung

Feuer im Schloss Langenzell

E.O.  Am 26.06.2010 fand die gemeinsame Jahreshauptübung statt, an der sich die Feuerwehren aus Wiesenbach, Bammental, Neckargemünd und Gaiberg mit insgesamt 12 Fahrzeugen und 69 Feuerwehrleuten beteiligten. Die Großübung schloss sich nahtlos an den Tag der offenen Tür des Schloss Langenzell an und so kamen die zahlreichen Zuschauer durch die sonst nicht übliche Nähe zu den Einsatzfahrzeugen auf ihre Kosten. Oberbrandmeister  Jochen Barié  informierte fortlaufend die Zuschauer über ein Mikrofon über die im Einzelnen zu bewältigenden Aufgaben der Wehren. Bürgermeister Eric Grabenbauer, sowie sein neuer Bammentaler Amtskollege Holger Karl, verfolgten gespannt den Verlauf der Übung.

Um 14:30 Uhr wurde  von der Leitstelle Rhein-Neckar Übungsalarm mit dem Stickwort „Brand im Schloss Langezell“ ausgelöst.  Die örtlich zuständige Feuerwehr Wiesenbach rückte unter der Leitung ihres Kommandanten Gregor Grimm in kürzester Zeit mit dem Mtw, dem LF 16 und dem LF 8 mit Schlauchanhänger aus.  Da bekannt ist, dass auf dem weitläufigen Areal  des Schlosses keine ausreichende Wasserversorgung vorhanden ist und ab zu sehen war, dass man zum durchkämmen des  großen Schlosses viele Atemschutzträger benötigt,  ließ  Kommandant Gregor Grimm  zusätzlich die Nachbarwehren aus Neckargemünd mit Drehleiter, Bammental und Gaiberg alarmieren.   Bei Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges wurde durch den Hausmeister mitgeteilt, dass es im Keller brennen würde. Eine Gruppe Jugendlicher befindet sich gerade zu einer Führung im Schloss. Durch die starke Rauchentwicklung brach Panik aus und die Jugendlichen verirrten sich teilweise in der weitläufigen Kelleranlage oder flüchteten auf die Balkone der oberen Stockwerke. Die Rettung der sich noch im Gebäude befindlichen Jugendlichen war das vorrangige Ziel. Die erste Wasserversorgung konnte schnell  über einen Hydranten im Schlosshof aufgebaut werden, parallel drangen die ersten Atemschutzträger über den Haupteingang und Nebeneingang ins Kellergeschoss vor.  Der Zugführer der Wiesenbacher Wehr, Rainer Kolata, wies die ankommenden Unterstützungsfahrzeuge ein und gab den Gruppenführern ihre Aufträge.  Das LF 16 von Bammental und die Drehleiter von Neckargemünd unterstützten die Wiesenbacher Wehr oben am Haupteingang mit Atemschutzträgern und bei der Menschenrettung.  Für die Atemschutzträger wurde inzwischen eine Sammelstelle eingerichtet, die den Einsatz in dem brennenden Gebäude koordinierte. Ein Jugendlicher ist  in Panik auf einen Balkon am höchsten Turm geflüchtet. Zwar parkten dicht gedrängt die Feuerwehrfahrzeuge im Schlosshof, aber die Drehleiter der Neckargemünder Wehr konnte trotzdem rasch in Position gebracht und ausgefahren werden, so dass der Jugendliche gerettet werden konnte. Nach dieser Rettung wurde die Drehleiter zum Löschangriff mit eingesetzt. Weitere Personen konnten mit der dreiteiligen Schiebeleiter von den Balkonen im Obergeschoss in Sicherheit gebracht werden.   

Zwei zusätzliche Wasserversorgungen mussten aufgebaut werden. Das LF 8 von Bammental entnahm mit der Vorbaupumpe aus der Biddersbach Wasser und speiste damit die Tragkraftspritzte der Wiesenbacher Wehr ein und förderte das Löschwasser dann nach oben zum LF 16 von Wiesenbach. Hier musste Schlauchleitung  von ca. 400 Meter verlegt werden. Die Gaiberger Wehr hatte die Aufgabe aus einem unterhalb des Schlosses gelegenen Weiher mit der Tragkraftspritze Wasser zu entnehmen und dieses mit einer B-Schlauchleitung zum LF 16 von Bammental zu fördern. Von hier aus wurde eine weitere B-Schlauchleitung zur Neckargemünder Drehleiter gelegt. Auch hier betrug die Schlauchleitung immerhin ca. 140 Meter.

Aufgrund der komplexen Lage wurde der Kommandant Grimm vom Einsatzleitwagen des Rhein-Neckar Kreises durch die Unterkreisführungsgruppe bei der Koordinierung und Überwachung der Atemschutzträger unterstützt. Blaulicht, Martinshorn, ausfahrende Drehleiter, Menschenrettung, das Legen der vielen Meter langen Wasserversorgungen, herausspritzende Wasserfontänen bestimmten für gut eine Stunde das Szenario im Schlosshof. Kurz nach 16.00 Uhr konnte Kommandant Grimm dann über Funk die Meldung absetzten „Feuer schwarz, alle vermissten Personen gerettet“. Die sehr kurzweilige Großübung fand ihren Abschluss im Schlosshof, wo der Förderverein „Feuer & Flamme“ für die Bewirtung der Zuschauer und der Feuerwehrleute für ihre Nachbesprechung sorgte.           Bilder [...]


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Letzte Aktualisierung: 05.04.2010 14:14 Uhr
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